Was ein Zeitzeuge ist, weiß jeder, was aber ist ein „Zweitzeuge“?
Mit Anna Vögeding vom Verein „Zweitzeugen e.V.“ und ihren Kolleginnen waren jetzt „Zweitzeuginnen“ an unserer Schule und arbeiteten mit Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 10. Als Zweitzeugen erzählen sie die Lebensgeschichten von Zeitzeugen des Holocausts.
Die Klasse 10a lernt so an ihrem Zweitzeugen-Projekttag die Jüdin Frieda Kliger kennen, die 1921 in Warschau geboren wurde, das Warschauer Ghetto, die Konzentrationslager Lublin-Majdanek und Auschwitz sowie den Todesmarsch nach Bergen-Belsen überlebte und im hohen Alter von 102 Jahren in Israel starb. Bevor jedoch auf Details des Lebens von Frieda Kliger eingegangen wird, konfrontiert die Zweitzeugin Vögeding die Zehntklässler erstmal mit Gesetzen der nationalsozialistischen Regierung, die die in Deutschland lebenden Jüdinnen und Juden im Alltag stark einschränken sollten. Da wird zum Beispiel das Gesetz von 1942 genannt, das es Jüdinnen und Juden verbot, Haustiere zu halten. „Haustiere waren damals vor allem auch Nutztiere wie Hühner“, erklärt Vögeding, „so wurden den Jüdinnen und Juden schlichtweg die Möglichkeit genommen, sich von den Nutztieren zu ernähren.“ Aber auch andere, schon früher erlassene Gesetze, wie das Verbot, Fahrräder zu besitzen, werden thematisiert. Die Schüler kommen schnell darauf, dass damit nicht nur eine Gängelung der jüdischen Bevölkerung verbunden war, sondern dass die Fahrräder auch im Krieg benutzt wurden, um beispielsweise Späher-Aufträge erfüllen zu können. Besonders schlimm finden die Einsteiner das Verbot des Schulbesuchs für jüdische Kinder und Jugendliche. „Juden sollten auf diese Weise ungebildet bleiben und isoliert werden“, fasst die Zehntklässlerin Rui treffend zusammen.
Nachdem die Bedingungen, unter denen die jüdische Bevölkerung von 1933-1945 leben musste, deutlich vor Augen geführt wurden, erzählt Zweitzeugin Vögeding dann detailliert von Frieda Kliger, die mit ihren Kindern und zahlreichen Enkeln und Urenkeln immer ein Familienmensch gewesen sei. Anhand von Ausschnitten aus Audiodateien, die der Verein „Zweitzeugen e.V.“ in Interviews mit Kliger aufgenommen hat, hören die Zehntklässler auch ihre Stimme. Audios werden vor allem dann eingespielt, wenn es um besonders schlimme Erlebnisse Kligers geht. Da hat zum Beispiel eine KZ-Wärterin das einzige Familienfoto, das Frieda Kliger noch besaß, vor ihren Augen zerrissen. Ganz still im Raum wird es auch, als die Zweitzeugin von dem Augenblick erzählt, in dem die Holocaust-Überlebende von ihrer ersten großen Liebe Heniek getrennt wurde, den sie danach nie wiedersah. „Von den zwei Jahren, die sie in Auschwitz-Birkenau verbracht hat, hat Frieda Kliger im Interview nicht viel erzählt. Vermutlich waren die Erinnerungen zu schmerzhaft“, berichtet Vögeding. Nach Kriegsende ging Frieda Kliger wieder nach Warschau zurück, wo sie sich aber nicht mehr zu Hause gefühlt habe. Außerdem sei ihr dort immer noch viel Antisemitismus begegnet, weshalb sie schließlich 1947 nach Palästina ausgewandert sei, informiert Vögeding.
Nach der ausführlichen Schilderung von Frieda Kligers Leben geht es am Zweitzeugen-Projekttag der Klasse 10a dann um Antisemitismus damals und heute. Denn die Zweitzeugen möchten nicht nur die Lebensgeschichten der Zeitzeugen lebendig halten, sondern die Schülerinnen und Schüler auch dazu befähigen, Antisemitismus zu erkennen, wenn er ihnen im Alltag begegnet. Auch wie man mit Antisemitismus umgehen kann, wird thematisiert. Am Ende ermutigt Vögeding die Einsteiner, selbst zu Zweitzeugen für Frieda Kliger oder andere Opfer der Nationalsozialisten zu werden. Das ist zum einen wichtig, weil es nicht mehr so viele lebende Zeitzeugen gibt, die selbst ihre Geschichte erzählen können. Zum anderen werden so auch nachfolgende Generationen für Themen wie Antisemitismus und Holocaust sensibilisiert. „Ich fand den Projekttag richtig gut und auch wichtig. Natürlich weiß man das eine oder andere, aber eben nicht alles und es ist wichtig, dass wir da aufgeklärt werden. Vor allem die Lebensgeschichte Frieda Kligers war sehr bewegend“, fasst Einsteinerin Laura das Zweitzeugenprojekt zusammen. Und sie hat ihrer Familie noch am gleichen Tag von Frieda Kliger erzählt – und ist somit selbst zur Zweitzeugin geworden.
Nach einer reibungslosen Fahrt im gemütlichen Reisebus erreichten die Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen am Samstag Morgen das Ahrntal.
Bei sonnigem Wetter, warmen Temperaturen und guten Pistenverhältnissen konnten schon erste Fortschritte beim Ski- und Snowboardfahren erzielt werden. Highlight ist die Wahl zum Einhorn des Tages: diesen besonderen Helm erhält der Schüler oder die Schülerin, die sich durch besonders schusseliges Verhalten auszeichnet :)
Wir freuen uns auf weitere tolle Tage im Ahrntal!

Am 5. März fand im Rahmen des MILeNa-Projekts ein Workshop zum Einsatz der Phyphox-App im Physikunterricht statt.
Wir hatten hierfür das Team der RWTH Aachen und weitere Oberstufenschülerinnen und -Schüler bzw. Lehrerinnen und Lehrer anderer MILENA-Schulen eingeladen, um die zahlreichen Möglichkeiten der in Aachen entwickelten App kennenzulernen. Die MILeNas haben unterschiedliche Experimente ausprobiert und mithilfe des Smartphones ausgewertet. Besonders interessant war dabei, die verschiedenen Sensoren des eigenen Smartphones kennenzulernen und zu nutzen (u. a. einen Magnetfeldsensor, einen Luftdrucksensor, einen Beschleunigungssensor). Beispielsweise wurde mithilfe des Beschleunigungssensors der Puls gemessen und durch ein Diagramm visualisiert. Mit dem Magnetfeldsensor konnte die Drehgeschwindigkeit eines Fidget Spinners bestimmt und mit der akustischen Stoppuhr die Erdbeschleunigung oder auch die Höhenenergie eines hüpfenden Tischtennisballs graphisch ermittelt werden. Die Experimente wurden von einem Team der RWTH Aachen begleitet und unserer Schule dauerhaft zur Verfügung gestellt. Somit haben die MILeNas die Gelegenheit, diese auch im MINT-Unterricht der Sekundarstufe I einzusetzen und konkrete Unterrichtsideen zu entwickeln bzw. auszuprobieren.
Neben den Experimenten für die Sekundarstufe I wurde auch ein Experiment zur Quantenphysik durchgeführt. Mithilfe verschiedener LEDs und dem Lichtsensor des Smartphones konnten sowohl die MILeNas als auch die Lehrkräfte die unterschiedlichen Schwellspannungen und damit die sogenannte Plack-Konstante bestimmen. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten viel Spaß beim Experimentieren und haben viele neue Ideen für den Einsatz des Smartphones im Physikunterricht bekommen. Vor allem der Austausch mit dem Team der RWTH Aachen (Lehramtsstudenten und Doktoranten) wurde von den Oberstufenschülerinnen und - schülern auch im Hinblick auf die Studienorientierung als Bereicherung empfunden.
Vielen Dank für den interessanten Nachmittag!

Wir trafen uns zunächst am Hauptbahnhof und fuhren gemeinsam nach Weimar zur Jugendherberge. Dort angekommen, bezogen wir unsere Zimmer und starteten direkt mit dem ersten Programmpunkt: dem Besuch im „Haus der Weimarer Republik“. Dieser Einstieg war sehr interessant und half uns, thematisch in die kommenden Tage einzutauchen. Am Abend gingen wir gemeinsam in einem Restaurant essen. Danach ließen wir den Abend entspannt in unseren Zimmern ausklingen. Am nächsten Morgen fuhren wir mit dem Bus zur Gedenkstätte Buchenwald, die vor allem an das von 1937-1945 betriebene Konzentrationslager der Nationalsozialisten erinnert. Nach einer Einführung sahen wir zunächst einen Film und erkundeten dann das Gelände eigenständig mit Audioguides. Anschließend besuchten wir das Museum auf dem Gelände. Während unseres Rundgangs sahen wir viele zentrale Orte der Gedenkstätte, darunter die Umrisse der Baracken, den Glockenturm als Mahnmal, das Krematorium, die Genickschussanlage sowie den Appellplatz. Außerdem besichtigten wir die Hundezwinger, den Desinfektionsraum und die Verwaltungsgebäude. Besonders eindrücklich war das Lagertor mit der Aufschrift „Jedem das Seine“. Auch das Museum und die Häuser der SS gehörten zu den Stationen unseres Besuchs. Besonders beeindruckend fanden wir das gesamte Gelände an sich, da es die Dimensionen des Lagers deutlich machte. Der teilweise noch originale Zustand vieler Orte verstärkte diesen Eindruck. Auch die persönlichen Gegenstände und Berichte im Museum gingen uns nahe und machten die Geschichte greifbarer. Orte wie das Krematorium und die Genickschussanlage hinterließen einen besonders bedrückenden Eindruck. Anschließend fuhren wir mit dem Bus zurück zur Jugendherberge und hatten den Nachmittag zur freien Verfügung. Am letzten Morgen traten wir nach dem Frühstück die Rückfahrt nach Duisburg an.
Insgesamt war die Exkursion für uns ein sehr interessantes und eindrückliches Erlebnis, das uns nachhaltig zum Nachdenken angeregt hat.

Unsere Schulmannschaft konnte sich heute bei uns am Einstein in einem spannenden Wettkampf den Titel Stadtmeister der Schulen im Gerätturnen sichern.
Elif (5b), Paula (5d), Melis (6e), Serena (6e), Rabia (7e) und Alessia (7b) zeigten an allen Gerätebahnen souveräne Übungen und konnten sich so gegen die Mannschaft von der Lise-Meitner-Gesamtschule durchsetzen.
Einen herzlichen Glückwunsch an alle, die unsere Schule so toll auf Stadtebene vertreten haben!

Helau und Alaaf!: Am 11.02.26 verwandelte unsere SV die Aula in eine bunte Partyzone und bewies einmal mehr: Feiern können wir am Einstein mindestens genauso gut wie Lernen!
Ob furchtlose Superhelden, ein wandelndes Nutellaglas, mit Lichtschwertern kämpfende Mädels, glitzernde Kostüme oder Cowgirls – die Kreativität bei der Kostümwahl kannte dieses Jahr keine Grenzen. Selbst eine Radarfalle hat nicht gefehlt - dennoch wurde ziemlich flott getanzt!
Und auch die Aufsicht führenden Lehrkräfte waren gut verkleidet. Besonders gefreut hat uns, dass dank "Bob" auch Tom etwas mitfeiern konnte.
Unser DJ-Team sorgte mit einer Mischung aus aktuellen Charts und den unverzichtbaren Karnevalsklassikern dafür, dass die Tanzfläche nie leer blieb. Mit der Wahl der besten Verkleidung begann das Programm. Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner – eure Mühe hat sich ausgezahlt!
Danach folgten verschiedene (Tanz-)Spiele auf der großen Tanzfläche.
Dank der tollen Organisation gab es genug Verpflegung - die nicht immer nur gesund war... -, um auch den energischsten Tanz durchzustehen.
Ein solches Event schüttelt man nicht mal eben aus dem Ärmel. Deshalb geht ein großes Dankeschön an unser SV-Team und die betreuenden Lehrkräfte, die alles super vorbereitet, dekoriert und später auch wieder aufgeräumt haben. Ohne euer Engagement wäre es am Einstein nur halb so bunt!
Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Party!
In der vergangenen Woche nahmen an zwei Tagen zehn interessierte Schülerinnen und Schüler an einem Workshop zur Ausbildung als Medienscouts-Netpiloten teil.
Das umfassende Lehrgangsprogramm für „Netpiloten“ schult Jugendliche im verantwortungsbewussten Umgang mit digitalen Medien.
Bei den Workshops setzen sich die Teilnehmenden aus den Jahrgangsstufen 7, 8 und 9 durch verschiedene interaktive Methoden kritisch mit ihrem eigenen Nutzungsverhalten digitaler Medien auseinander. Anhand von detaillierten Fallbeispielen lernten die Jugendlichen, zwischen gesundem Konsum und problematischem Verhalten bei Gleichaltrigen zu unterscheiden. Zudem analysierten wir das Zusammenspiel zwischen der Persönlichkeit, dem sozialen Umfeld und dem Medium selbst.
Ziel der Medienscout-Ausbildung ist es, die Medienkompetenz zu stärken und junge Menschen zu befähigen, Risiken wie Cybermobbing oder Datenmissbrauch frühzeitig zu erkennen. Dabei sollen unsere Medienscouts befähigt werden, alle sechsten Klassen in diesem Bereich der Medienkompetenz zu schulen. Bei diesem Peer-to-Peer-Ansatz steht im Vordergrund, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Mitschülerinnen und Mitschüler auf Augenhöhe unterstützen und anleiten.
Es gab zuletzt personelle Veränderungen im Leitungsteam der Medienscouts: Frau Hofius bleibt weiterhin zentrale Ansprechperson, während Frau Geurtz, Frau Kauer und Frau Schick neu zum Leitungsteam hinzugekommen sind.

Am 5. Februar fand zum zweiten Mal an unserer Schule der „Science Contest“ statt. Dabei handelt es sich um einen schulinternen Wettbewerb für die Jahrgangsstufe 7 in den Fächern Physik, Biologie und Chemie.
In Gruppen können die Siebtklässlerinnen und Siebtklässler dann einen ganzen Schulvormittag lang selber Experimente durchführen und auswerten und dabei gegeneinander antreten. Ausgedacht haben sich den Wettbewerb und die Experimente einige MILeNa-Schülerinnen und -Schüler der Jahrgangsstufe EF unter der Leitung von Franziska Malik, Lisa Thommessen und Rudi Ruschinski. Die Abkürzung „MILeNa“ steht für „MINT“ und „Lehrer-Nachwuchs“. Bei diesem Programm sollen also Nachwuchslehrkräfte für die MINT-Fächer gefunden werden. Insofern passte der Wettbewerb ausgezeichnet ins Programm, da ja hier die Oberstufenschülerinnen und -schüler ihr Talent für den Beruf des Lehrers sehr gut testen und umsetzen konnten. Gleichzeitig lernten die Siebtklässlerinnen und Siebtklässler die naturwissenschaftlichen Fächer mal ganz anders, nämlich in einer Challenge, kennen.
Gewonnen hat übrigens das Team „Elligella“ aus der 7b. Herzlichen Glückwunsch zu diesem Erfolg und herzlichen Dank an alle, die den Science Contest vorbereitet und bei der Durchführung geholfen haben!
Über die Experimente beim Science Contest berichten die Einstein-Reporter Leo und Zeyd:
Da es Gruppen gab, waren auch alle immer in verschiedenen Räumen. Man musste immer den Raum wechseln, um neue Experimente zu machen. In einem Bioraum sollte man ein Gefäß mit warmem Wasser warm halten. Außerdem musste man eine Lunge nachbauen. Als nächstes sollte man im Chemie-Raum eine Lava-Lampe und eine Brausetabletten-Rakete bauen. Für die Lavalampe sollte man zuerst roten Farbstoff in Wasser geben und verrühren. Als nächstes sollte man Öl dazu geben. Wenn man das Gefäß dann auf den Kopf gestellt hat, ergab dies eine Lavalampe. Zuletzt musste man im Physikraum Eier mit verschiedenen Materialien verpacken, damit es nicht kaputt geht, wenn man es aus dem zweiten Stock fallen lässt.
Wir fanden den Science Contest cool und spannend, weil wir viele außergewöhnliche Experimente gemacht haben.
Für die Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase hieß es auch in diesem Jahr wieder: Wie helfe ich in Notsituationen richtig?
Nach Sportkursen aufgeteilt und unterstützt von einigen Lehrerinnen und Lehrern ging es von 8 bis 15.30 Uhr um alles Wichtige für Erste Hilfe. Neben typischen Situationen und Hinweisen zur Vermeidung von Notfällen wurden alle Teilnehmenden darin geschult, im Ernstfall zügig und korrekt zu helfen.
Aber es wurde natürlich nicht nur zugehört: Alle mussten aktiv werden, z. B. um einen Motorradhelm abzuziehen, die stabile Seitenlage anzuwenden, eine Herzdruckmassage mit Beatmung durchzuführen und einen Druckverband anzulegen.
In Gruppen wurden zu typischen Verletzungen die Symptome und angemessene Versorgung recherchiert.
Nach einem intensiven Tag sind nun alle gut vorbereitet für den Ernstfall - der hoffentlich nie eintreten wird. Und auch die Führerscheinprüfung kann nun bald kommen...
Alles wichtige zum Nachlesen findet man in einer Broschüre der DGUV.
