RP 07.09.2007: Weniger Rechnen, mehr Mathe

Mehr Mathematik durch weniger Rechnen: Diese scheinbar paradoxe Idee soll am Albert Einstein Gymnasium umgesetzt werden. Möglich macht’s die seit gut einem Jahr bestehende Kooperation mit „ArcelorMittal“. Dank einer Spende des Stahlunternehmens konnten Schüler der Oberstufe Oberstufe mit multifunktionellen Taschencomputern ausgestattet werden. Mit diesen Geräten soll der künftige Mathematik-Unterricht nachhaltig verändert, ja revolutioniert werden. Im Gegensatz zum herkömmlichen Modell, ist der „TI-nspire“ zum einen ein grafikfähiges Gerät, welches eingegebene Funktionen direkt in einem Koordinatensystem als Grafik sichtbar macht. Zum anderen ist er mit einem Computer-Algebra-System (CAS) ausgestattet, das den Schülern die Arbeit von aufwendigen und sonst oft langwierigen Rechenoperationen in Zukunft abnimmt.

Durch diese Zeitersparnis bei den bloßen, stumpfen Rechnungen sollen sich die Schüler künftig mehr auf die eigentliche Problemstellung konzentrieren können. Neue Aufgabentypen und Konzepte für diese Form des Unterrichts gibt es bereits. Sogar innerhalb des Zentralabiturs des Landes NRW gibt es Aufgaben die extra auf die Arbeit mit einem solchen Taschenrechner ausgelegt sind. Der aktuelle Abschlussjahrgang wird der Erste am AEG sein, der im Leistungskurs diesen Aufgabentyp im Zentralabitur 2008 bewältigen muss.
Was haben Unternehmen wie „ArcelorMittal“ davon, eine Schule wie das Albert Einstein Gymnasium in diesem nicht geringen Maße zu unterstützen? Eine Antwort darauf gab während der symbolischen Übergabe des Spendenschecks gestern Mittal-Geschäftsführerin Dr. Nicola Hirsch: „ Wir brauchen keine Fachidioten, sondern prozessorientierte Mitarbeiter“. Die Arbeitsweise, die durch die Verwendung des neuen Computers erlernt werde, passe zu den Anforderungen, die ihr Unternehmen an seine Mitarbeiter stellt.
Ansporn für Schüler und Lehrer
Nicht nur im mathematischen Bereich zeigt sich der Erfolg der Zusammenarbeit. Auch in anderen naturwissenschaftlichen Fächern werden Angebote wie Werksführungen und Praktika gern angenommen. Eine komplette Unterrichtsreihe zum Thema Stahlherstellung wurde gemeinsam von Lehrern und Mitarbeitern des Unternehmens erstellt und umgesetzt. „Ich sehe die Zusammenarbeit mit Mittal auch immer als einen Ansporn für jeden, Schüler wie Lehrer, an Schwachstellen zu Arbeiten und bestehende Erfolge weiter zu verfolgen“, konstatierte Schulleiter Karl-Heinz Weber.
Initiator hinter dem Projekt war Mathematik- und Chemielehrer Marc Brode, welcher bereits Fortbildungen auf diesem Gebiet für Lehrer an anderen Schulen veranstaltet hat. „Insgesamt wird der Mathematikunterricht der Zukunft anspruchsvoller, aber gleichzeitig auch interessanter“, prophezeit er. „Ein Gewinn an Qualität und Möglichkeiten.“

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/weniger-rechnen-mehr-mathe-aid-1.1254654

Projektwoche & Schulfest am AEG: tolles Presse-Echo

Die lokale Presse berichtet begeistert über das Schulfest zum Abschluss der Projektwoche am AEG.

(aus: Rheinische Post, 21.8.2007)

Mit einem rauschenden Fest endete am Samstag die Projektwoche des Albert-Einstein-Gymnasiums in Rumeln-Kaldenhausen. Unter dem Motto „Miteinander statt Gegeneinander – Toleranz und Vielfalt am AEG“ hatte die Schülervertretung in Eigeninitiative ein Programm auf die Beine gestellt, das sich sehen lassen konnte. Rund 1500 Besucher bewunderten, was die Schüler des AEG seit Mittwoch selbstständig zum Thema „Diskriminierung“ erarbeitet hatten. Die Palette reichte von kritischen Theaterstücken über die Vorstellung sämtlicher Friedensnobelpreisträger bis zu einer Präsentation der Mode aus aller Welt. Einer der Höhepunkte war ein selbst gedrehter Film über Mobbing an Schulen. „Projektarbeit, das ist Unterricht von unten“, erklärte Schulleiter Karl-Heinz Weber die Arbeitsweise der vergangenen Tage in seiner Begrüßungsansprache. Wie die meisten Beteiligten war auch er sehr zufrieden mit der Projektwoche, das Schulfest bezeichnete er als einen „vollen Erfolg“.

WAZ 11.02.2005: "Götter-Funken" entzündet

SCHULKONZERT / Im Albert-Einstein-Gymnasium. Melodien aus Musicals neben Beethoven und Bach.

Schulkonzert. Im Rumelner Albert-Einstein-Gymnasium (AEG). Große Aufregung, Herzklabaster, Erwartungen. Zehn Minuten vor Konzertbeginn herrscht vor Bühne und Zuschauerreihen noch reges Treiben. Jungen und Mädchen huschen nervös an Sitzplätzen vorbei. Suchende Blicke. Sind die Eltern auch da, die Geschwister, die Freunde und Klassenkameraden? So viele Menschen im Halbdunkel. Die kann man gar nicht alle erkennen.

Fast 500 hat Schulleiter Karl-Heinz Weber gezählt. Die sind alle gekommen, um nach längerer Unterbrechung in der Aula wieder ein abendfüllendes Konzert zu erleben. Auf echten Instrumenten. Ein Steinway-Flügel steht da oben links, ein Keyboard rechts. Schlagzeug (vom AEG-Förderkreis gestiftet) und Conga-Trommeln sind auch aufgebaut, und eine Batterie Mikrofone. Schüler und Schülerinnen füllen die Bühne, abwechselnd begleitet von den Musiklehrern Friedrich Hunsmann, Verena Berberich und Harald Feldmann.

Während der Aufführung bitte nicht sprechen
Der weist vor der ersten klingenden Note auf Regeln hin: "Nicht unterhalten während der Aufführung, nicht zwischendurch aufstehen." Aha. Die Aula ist kein Schulhof. Popcorn wie im Kino gibt es nicht. Innerlich gesammelt Klänge, Melodien von Instrumenten und Stimmen aufzunehmen, erfordert Aufmerksamkeit. Mal eben wegzappen wie zu Hause das TV-Programm geht nicht. Hier gibt es nur einen Kanal, nur ein Bild. Da muss man durch. Augen zu - und hören.

Gar nicht schlecht, finden alle im Saal nach dem jungen Chor der Stufe I. Über 20 Jungen und Mädchen haben gefühlvoll unisono "I don´t know how to love him" gesungen. Aus dem Musical "Jesus Christ Superstar". War auch als Film zu sehen. Genau wie "My God". Das stammt aus "Sister Act". Auch ein Film. Der mit den singenden Nonnen. Die beiden Songs kennen Mama und Papa da unten auch, genau wie den folgenden Kanon "Saturday Night Fever" (wieder aus einem Film). Den singt der Chor der Stufe II. In dem machen auch Lehrer mit, vom Gymnasium und von der Hauptschule.

Herzlicher Applaus belohnt alle Musiker
Die Flötengruppe spielt zur Klavierbegleitung das rhythmisch reizvolle "Sun Dance", von einem Colin Evans komponiert. Herzlicher Applaus belohnt die Bemühungen aller jungen Künstler. Beim Auftritt des Querflötenensembles steigt Maestro Feldmann auf das Dirigentenpodest. Der Mann schwebt förmlich mit den Händen im Rhythmus, zeigt mal links, mal rechts. Und immer kommen neue Töne. Die passen auch. Wie machen die das bloß? Klar, Notenlesen ist ein wesentlicher Bestandteil des Konzertierens. Das muss man können.

Huch, was war denn das? Klang wie ein verstopfter Klarinettendeckel. Oder war es das Mikro mit einer unerlaubten Rückkopplung? Egal. "Versuch ´s mal mit Gemütlichkeit" - Filmmusik aus dem "Dschungelbuch". Den Wilczek-Brüdern Wilfried (Posaune) und Wieland (Klavier) gelingt der Versuch. Genauso wie Lennons "Imagine" von Janna Messelken (Klarinette) und Hendrik Veldhoen (Klavier).

Und wo ist der "Götterfunke" aus der Wurzel klassischen Musikschaffens? Den zünden Wieland Wilczek mit Beethovens "An Elise" und Tastenkollege Kevin Kolpatzek mit "Ave Maria" (Bach-Gounod). Musik hat viele Strömungen.