Aktivitäten

Abschluss des Einstein-Jahres

Am 5.12. erreichte uns die E-Skulptur, die wir wie andere Einstein-Schulen in Deutschland auch nach Beendigung des Einstein-Jahrs vom Einstein-Büro in Berlin übernehmen durften.

 

WAZ 11.02.2005: "Götter-Funken" entzündet

SCHULKONZERT / Im Albert-Einstein-Gymnasium. Melodien aus Musicals neben Beethoven und Bach.

Schulkonzert. Im Rumelner Albert-Einstein-Gymnasium (AEG). Große Aufregung, Herzklabaster, Erwartungen. Zehn Minuten vor Konzertbeginn herrscht vor Bühne und Zuschauerreihen noch reges Treiben. Jungen und Mädchen huschen nervös an Sitzplätzen vorbei. Suchende Blicke. Sind die Eltern auch da, die Geschwister, die Freunde und Klassenkameraden? So viele Menschen im Halbdunkel. Die kann man gar nicht alle erkennen.

Fast 500 hat Schulleiter Karl-Heinz Weber gezählt. Die sind alle gekommen, um nach längerer Unterbrechung in der Aula wieder ein abendfüllendes Konzert zu erleben. Auf echten Instrumenten. Ein Steinway-Flügel steht da oben links, ein Keyboard rechts. Schlagzeug (vom AEG-Förderkreis gestiftet) und Conga-Trommeln sind auch aufgebaut, und eine Batterie Mikrofone. Schüler und Schülerinnen füllen die Bühne, abwechselnd begleitet von den Musiklehrern Friedrich Hunsmann, Verena Berberich und Harald Feldmann.

Während der Aufführung bitte nicht sprechen
Der weist vor der ersten klingenden Note auf Regeln hin: "Nicht unterhalten während der Aufführung, nicht zwischendurch aufstehen." Aha. Die Aula ist kein Schulhof. Popcorn wie im Kino gibt es nicht. Innerlich gesammelt Klänge, Melodien von Instrumenten und Stimmen aufzunehmen, erfordert Aufmerksamkeit. Mal eben wegzappen wie zu Hause das TV-Programm geht nicht. Hier gibt es nur einen Kanal, nur ein Bild. Da muss man durch. Augen zu - und hören.

Gar nicht schlecht, finden alle im Saal nach dem jungen Chor der Stufe I. Über 20 Jungen und Mädchen haben gefühlvoll unisono "I don´t know how to love him" gesungen. Aus dem Musical "Jesus Christ Superstar". War auch als Film zu sehen. Genau wie "My God". Das stammt aus "Sister Act". Auch ein Film. Der mit den singenden Nonnen. Die beiden Songs kennen Mama und Papa da unten auch, genau wie den folgenden Kanon "Saturday Night Fever" (wieder aus einem Film). Den singt der Chor der Stufe II. In dem machen auch Lehrer mit, vom Gymnasium und von der Hauptschule.

Herzlicher Applaus belohnt alle Musiker
Die Flötengruppe spielt zur Klavierbegleitung das rhythmisch reizvolle "Sun Dance", von einem Colin Evans komponiert. Herzlicher Applaus belohnt die Bemühungen aller jungen Künstler. Beim Auftritt des Querflötenensembles steigt Maestro Feldmann auf das Dirigentenpodest. Der Mann schwebt förmlich mit den Händen im Rhythmus, zeigt mal links, mal rechts. Und immer kommen neue Töne. Die passen auch. Wie machen die das bloß? Klar, Notenlesen ist ein wesentlicher Bestandteil des Konzertierens. Das muss man können.

Huch, was war denn das? Klang wie ein verstopfter Klarinettendeckel. Oder war es das Mikro mit einer unerlaubten Rückkopplung? Egal. "Versuch ´s mal mit Gemütlichkeit" - Filmmusik aus dem "Dschungelbuch". Den Wilczek-Brüdern Wilfried (Posaune) und Wieland (Klavier) gelingt der Versuch. Genauso wie Lennons "Imagine" von Janna Messelken (Klarinette) und Hendrik Veldhoen (Klavier).

Und wo ist der "Götterfunke" aus der Wurzel klassischen Musikschaffens? Den zünden Wieland Wilczek mit Beethovens "An Elise" und Tastenkollege Kevin Kolpatzek mit "Ave Maria" (Bach-Gounod). Musik hat viele Strömungen.