Projektfahrt „Berlin unter Globalisierungsaspekten“

Projektfahrt „Berlin unter Globalisierungsaspekten“ vom 14. bis 17. Februar 2011
ermöglicht, geplant und durchgeführt durch die Auslandsgesellschaft NRW, Dortmund, namentlich durch Herrn Kohle, Herrn Naber, Frau Händler und Herrn Jansen
gefördert durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Teilnehmer:
Natascha Händler, Jörn Janssen (Programm- und Reiseleitung)
Schüler der Jahrgangsstufe 12
Lehrkräfte: Frau Klein, Frau Malik, Herr Maurus, Herr Poidinger

Die Anreise erfolgte mit zwei Reisebussen zum Cityhostel Berlin, Glinkastraße 5-7.

Endlich war es soweit, am 14.02.2011 starteten wir gegen 9Uhr nach Berlin.

Weiterlesen: Projektfahrt „Berlin unter Globalisierungsaspekten“

Brandenburger Tor & Co.

Brandenburger Tor

Bei unserem Besuch in Berlin konnten wir am Abend einen Ausflug zum Brandenburger Tor machen, das nur wenige Minuten von unserem „City Hostel“ entfernt lag. Es steht am Pariser Platz im Kern von Berlin und gilt als das berühmteste Wahrzeichen der Stadt.
In den Jahren 1788 bis 1791 wurde es von dem Architekten Carl Gotthard Langhans erbaut und markierte in früheren Zeiten die Grenze zwischen Ost- und West-Berlin.
Das Tor erscheint mit seinen 26 Metern Höhe, 65,5 Metern Breite und 11 Metern Tiefe als ein guter Untergrund für die darauf platzierte aus Kupfer gefertigte Skulptur. Diese zeigt die geflügelte Siegesgöttin Viktoria, die einen von vier Pferden gezogenen Wagen in die Stadt hinein lenkt. Des weiteren besitzt das Tor 5 Durchfahrten sowie zwei Torhäuser.  Auf jeder Seite wird das Tor durch drei 15 Meter hohe Säulen geprägt. In den beiden Torhäusern befinden sich große Skulpturen des römischen Kriegsgottes Mars und der Göttin Minerva. Die Attika und die Innenseiten der Durchfahrten  sind mit Bildern von Herkules Taten bedeckt.

Das Brandenburger Tor stand im Laufe seiner Geschichte häufig im Mittelpunkt von Paraden, Aufmärschen und Demonstrationen. Nach dem 2. Weltkrieg gehörte es zum sowjetischen Sektor der Stadt. 1961 wurde es nach dem Bau der Berliner Mauer geschlossen und in deren Sperrbezirk mit einbezogen. Dieser dreißig Jahre lang vermauerte Haupteingang der Stadt war ein in aller Welt bekanntes Symbol für die Teilung der Stadt und die Teilung der Welt in zwei Machtblöcke.

Nach dem Besuch des Brandenburger Tores konnten wir uns wieder auf den Weg zurück zum „Hostel“ machen.

Siegessäule

Die Berliner Siegessäule ist als ein Kriegsdenkmal bekannt, welche im Sommer 1869 erbaut wurde. Ihr damaliger Standort war der Königsplatz vor dem Reichstagsgebäude, wo sie ebenfalls erbaut wurde. Der heutige Standort der Siegessäule ist die Straße des 17. Juni im Berliner Tiergarten. Insgesamt waren zwei Architekten und ein Bildgießer an der Gestaltung der Siegessäule beschäftigt: Johann Heinrich Stracks war für die Architektur der Siegessäule zuständig, Friedrich Dracke für die Architektur und Hermann Gladbeck als Bildgießer für das Denkmal. Die Skulptur hat die Form einer Frau mit Flügeln auf dem Rücken und auf ihrem Helm, die in der rechten Hand einen Lorbeerkranz hält, was ein Symbol des Sieges ist und in ihrer Linken trägt sie ein Feldzeichen mit dem Eisernen Kreuz. Dieses Kriegsdenkmal ist ebenfalls als „Viktoria“ bekannt, da diese in der griechischen Mythologie als Siegesgöttin gilt. Die Gesamthöhe der Siegessäule beträgt 66,89 Meter, wovon allein die Viktoria 8,30 Meter hoch ist. Die Skulptur wiegt zwischen 35 und 40 Tonnen und die Stützsäulen der Säulenhalle je ca. 9 Tonnen. Der Sockel der Skulptur ist mir vier bronzenen Reliefdarstellungen verziert, welche für die Einigungskriege im Jahr 1871 repräsentieren. Jedoch wurden sie auf Verlangen der Franzosen 1945 entfernt und nach der Restaurierung zur 750-Jahrfeier Berlins wieder angebracht.

Die Siegessäule wurde am 3. Jahrestag nach der siegreichen Schlacht bei Sedan im Deutsch-Französischen Krieg eingeweiht. Sie erinnert an die siegreichen Waffengänge Preußens gegen Dänemark 1864, während des Deutschen Krieges 1866 und gegen Frankreich 1870/71. Kaiser Wilhelm I. hatte vergoldete Geschützrohre in die Säule einbauen lassen, die zuvor bei Schlachten erbeutet wurden. 1954 wurde die Siegessäule das erste Mal restauriert und 1984 folgten eine weitere Restaurierung und eine neue Vergoldung, weshalb sie von Berlinern auch als „Goldelse“ bezeichnet wird.

Potsdamer Platz

Der Potsdamer Platz zählt wohl zu den bekanntesten und vielseitigsten Orten der Hauptstadt Berlin.
Mit seiner Vielfalt an Shopping-, Freizeit- und Gastronomiemöglichkeiten zieht er jeden Tag viele Besucher an.

Doch dies war nicht immer so. Trotz anfänglicher Beliebtheit im Jahre 1838, wurde der Potsdamer Platz im 2.Weltkrieg fast vollständig zerstört. Nach Kriegsende wurde er zum „Dreiländereck“ zwischen dem sowjetischen, dem britischen und dem amerikanischen Sektor; mit einem Schwarzmarkt.

Im Jahre 1961 teilte die Berliner Mauer den Potsdamer Platz, der dadurch zum Grenzgebiet wurde.
Er bekam zum breitesten Todesstreifen überhaupt und alle im nahe liegende Gebäude mussten verschwinden.

Mit der Wiedervereinigung am  9.November 1989 bekam der Potsdamer Platz wieder zum Schauplatz der Stadt. Auf seinem Grund wurde wenige Tage später das erste Mauerstück abgebrochen und auch das größte Rockkonzert „The Wall“, das von Roger Waters, Sänger der Band Pink Floyd, organisiert wurde, wurde im Jahre 1990 zwischen Potsdamer Platz und Pariser Platz ausgetragen.
Von nun an bot sich die einmalige Möglichkeit zur Neugestaltung eines kompletten Stadtviertels an.
Mittelpunkt ist hierbei das dreistöckige Einkaufscenter „Arkaden“ mit vielen verschiedenen Warenangeboten. Des Weiteren bietet der Potsdamer Platz ein Multiplex-Kino und ein IMAX Kino an, ebenso wie eine große Spielbank und ein Musicaltheater. Er beherbergt auch das Luxushotel „The Ritz-Carlton“.

Für viele Touristen ist aber besonders das Sony Center anziehend. Es steht nahezu im Zentrum.Von 1995 bis 2000 wurde der aus sieben Häusern bestehende Komplex von dem Architekten Helmut Jahn aus Nürnberg entworfen und eröffnet.
Bei einem Baupreis von 600 Millionen Euro bietet das Sony Center auf ca. 26.00 m² eine große Vielfalt von Arbeits-, Wohnungs- und Unterhaltungsflächen. Angeordnet in einer charakteristischen Dreieckskomposition  wird das stahl- und glasdominierte Ensamble von einem aufgefächerten Zeltdach bedeckt, welches in den späten Abendstundem mit augenfreundlichen Blau- und Violetttönen bestrahlt wird.

Dieses Ingenieursmeisterwerk soll eine Anlehnung an den japanischen Berg Fujisan darstellen, da in Japan die verehrten Kami-Schutzgeister zuhause sind. Da Berlin allerdings keine Berge hat, wollte Sony dennoch einen Schutzpatron für ihr Gebäude haben.  

Heute befindet sich das Sony Center im Besitz einer Investorengruppe aus Deutschland und den Vereinigten Staaten, die es 2008 für 600 Millionen Euro gekauft haben.

Aus eigener Erfahrung kann man sich besonders auf das Lokal "Corroborree" im Innenraum des Centers freuen. Das australische Restaurant bietet eine Vielzahl von Cocktails, darunter natürlich auch nicht-alkoholische! Für läppische 3 Euro kann man auch zur kalten Abendstunde bei gemütlicher Atmosphäre eine heiße Schokolade und die Stimmung genießen – denn der Name Corroborree bedeutet in seiner Heimat "feiern, weil man sich wohlfühlen will", also auch, wenn man in Jogginghose und mit Mütze kommt!

Kurfürstendamm (Ku’damm)

Der Kurfürstendamm ist eine 3,5 Kilometer lange Hauptverkehrsstraße im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf, die vom Breitscheidplatz mit der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Charlottenburg bis zum Rathenauplatz in Grunewald führt. Der Kurfürstendamm stellt die touristische Flaniermeile der City-West dar und bildet heute verkehrstechnisch die Verlängerung der Tauentzienstraße, obwohl der ursprüngliche Verlauf ein anderer war.

Im 16. Jahrhundert ließ Kurfürst Joachim II. Hektor in dem sumpfigen Gelände zwischen dem Tiergarten und dem Grunewald einen Knüppeldamm anlegen, damit die kurfürstlichen Reiter besser vom Berliner Stadtschloss zum neu errichteten Jagdschloss Grunewald gelangen konnten. Der Weg ist erstmals auf einer Karte von 1685 eingezeichnet. Der Name "Churfürstendamm" ist auf Karten seit 1767 überliefert.
Die erste Idee zum Ausbau eines Teilstückes des kurfürstlichen Reitweges zu einer 30 m breiten Prachtstraße stammte 1870 von dem Städtegründer und -planer Johann Anton Wilhelm von Carstenn-Lichterfelde.

Fast die Hälfte aller Gebäude des Ku'damms waren nach dem Zweiten Weltkrieg zerstört. Der Wiederaufbau der Nachkriegszeit hat dem Kurfürstendamm den weltstädtischen Glanz von einst nur unvollkommen zurückgeben können. Und doch wurde er zum Sinnbild des Wohlstands und mit seinen prachtvollen Schaufenstern zum Zeichen wirtschaftlicher Überlegenheit. Massen bevölkerten den Ku'damm zu den jährlichen Internationalen Filmfestspielen, internationale Stars verbreiteten das Flair der Weltoffenheit.

Der Kurfürstendamm mit seinen prachtvollen Wohnpalästen wurde schnell zur bevorzugten Wohnadresse. 1913 lebten hier in den Riesenwohnungen 120 Millionäre. Aber er entwickelte sich auch schnell zur bedeutenden Geschäftsstraße mit luxuriösem Angebot. Dank zahlreicher berühmter Cafes, Theater, Kabaretts, Varietés und Kinos, wurde der Kurfürstendamm zum Inbegriff kulturellen Lebens in den "Goldenen Zwanzigern".

Moderne Neubauten und Umbau der altehrwürdigen, hochherrschaftlichen Häuser der Gründerzeit z.B. aus einstigen Kinos in moderne Einkaufspaläste haben den Ku'damm wieder zu der Prachtstraße Berlins und zu einer Luxus-Mode-Meile gemacht. Cartier, Chanel, Valentino, Gucci und weitere exklusive Namen wie Zara, Bulgari, Lacoste, Bogner, René Lezard, Aigner, Yves Saint Laurent haben sich am Ku'damm angesiedelt. Auf dem Boulevard mit seinem vielen Grün und den guten Parkmöglichkeiten läßt es sich ungestört flanieren und shoppen. Und es wird weiter investiert.

Im Abschnitt zwischen Joachimstaler Straße und der Kreuzung Uhlandstraße befinden sich die Abfahrtsstellen für die Busse der Stadtrundfahrten.

Quellen:
http://www.kurfuerstendamm.de/berlin/historie/
http://www.suite101.de/content/der-kurfuerstendamm---berliner-mythos-voller-geschichte-und-flair-a90443

von Anna Pachollek, Christin Thiel und Melina Bosse